Influencer Marketing Forschung mit Jana Gross

Influencer Marketing Forschung mit Jana Gross

Influencer Marketing gewinnt auch in der Marketingforschung immer mehr an Bedeutung. Jana Gross, Doktorandin an der ETH Zürich, forscht aktiv im Bereich Social Media und arbeitet dabei eng mit PICSTARS zusammen. In einem persönlichen Gespräch haben wir mit Gross über Influencer Marketing als Forschungsfeld und über die Zusammenarbeit mit PICSTARS gesprochen.

Der soziale Einfluss von bekannten und einflussreichen Persönlichkeiten auf die Kaufentscheide von Konsumenten ist in der Marketingforschung ein weit erforschtes Phänomen. Durch das Aufkommen von Social Media und Influencer Marketing hat der Stellenwert von Social Influence jedoch stark zugenommen. Immer mehr Expertinnen wie Jana Gross beschäftigen sich daher in ihrer Forschung mit Influencer Marketing als wichtiger Bestandteil von Social Media Research.

Jana Gross sieht Influencer Marketing nicht als grundlegend neues Forschungsgebiet sondern vielmehr als eine Erweiterung der bisherigen Marketingforschung. Die Werbung über Influencer unterscheidet sich klar vom anderen Marketingkanälen wie Printmedien, TV, oder Online Advertisement und wirft dabei viele neue Fragen für die Forschung auf. Grundsätzlich verändert haben sich aus der Sicht von Gross vor allem zwei Aspekte:

  • Indirekte Kommunikation: Im Gegensatz zu herkömmlicher Werbung findet die Kommunikation im Influencer Marketing zwischen Influencer und Community statt. Der Brand bleibt im Hintergrund.
  • Einbezug der Beziehungsebene: Influencer Marketing setzt auf die soziale Beziehung zwischen Influencer und Community. Empfehlungen des Influencers werden dabei oft als persönliche Ratschläge und nicht als Werbung wahrgenommen.
Wo liegen die Schwerpunkte der Influencer Marketing Forschung?

Mit diesen neuen Umständen verändert sich auch der Fokus der Forschung. Als wichtigsten Forschungsschwerpunkt im Bereich Influencer Marketing sieht Gross ein besseres Verständnis der Beziehung zwischen Influencer und Follower-Community. Die Grundlage dafür liegt in der Messbarkeit und Auswertung der komplexen Social Media Daten (Text, Bild und Video). Daher ist die Entwicklung von neuen Methoden zur Auswertung dieser Daten für Gross der zweite wichtige Schwerpunkt der Influencer Marketing Forschung. Diese beiden Schwerpunkte erfordern Wissen und Fähigkeiten aus verschiedensten Bereichen wie Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Computer Science oder Mathematik und machen die Social Media Forschung zu einem interdisziplinären Forschungsfeld.

“Social Media generiert sehr viele interessante & komplexe Daten. In der Forschung geht es oft darum Metriken zu entwickeln, welche diese Daten messbar und vergleichbar machen.”  Jana Gross

Zusammenarbeit mit PICSTARS

Um solche Auswertungen zu testen benötigt Jana Gross echte Daten in Form von Social Media Posts. Als Praxispartner stellt PICSTARS Daten aus verschiedenen Influencer Kampagnen zur Verfügung. In einem gemeinsam definierten Forschungsprojekt sammelt Jana Gross nun diese Daten und wertet diese mit verschiedenen Methoden aus. Dabei wendet sie unter anderem die Sentimentanalyse an. Dies ist eine Methode zur automatisierten Analyse von Texten und erlaubt es Gross die Emotionalität der Textelemente inkl. Kommentaren eines Social Media Post zu messen. Dadurch lässt sich auch die Auswirkung der Emotionalität von Inhalten auf das Engagement des Beitrages bestimmen.
Aktuell befindet sich der Datensatz noch in der Aufbauphase und wird laufend mit neuen Kampagnendaten ergänzt. Ziel des Projekts ist es, schon bald neue Erkenntnisse über die Resonanz von bezahlten Social Media Posts zu erlangen. Die Vermutung der Expertin: Die Wahrnehmung von bezahlten Influencer Post hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Von grosser Relevanz sind sicherlich die Plattform, der Content (Text, Bild, Video) und Merkmale des Influencer wie zum Beispiel die Positionierung oder zugehörige Community.

Typologie von Influencern

Bezüglich der Beziehung zwischen Influencer und Follower-Community kann Gross bereits erste Ergebnisse aufweisen. In einem kürzlich veröffentlichen Artikel mit dem Titel “The Big Four of Influencer Marketing” präsentiert sie eine Typologie von Influencer welche ihre Bekanntheit lediglich über Social Media aufgebaut haben. Die vier identifizieren Typen (Snoopers, Informers, Entertainers und Infotainers) unterscheiden sich im Bezug auf ihre Motivation und Ziele, welche sie durch den Austausch mit der Follower-Community erreichen wollen. Die Kategorisierung aus dem Artikel soll Brands und Agenturen bei der Auswahl von Influencer für bezahlte Kampagnen unterstützen. Solche Erkenntnisse helfen dabei die Dynamiken von Influencer Marketing besser zu verstehen und die Wirksamkeit von Influencer Kampagnen weiter zu optimieren.
Wir sind gespannt auf die weiteren Resultate ihrer Arbeit und wünschen Jana Gross bei ihrer Forschung viel Erfolg!

Tell your story!

Das Thema Instagram Story ist schon lange nichts Neues mehr. Trotzdem gibt es Tipps und Tricks mit denen du noch mehr aus deinen Storys heraus holen und diese noch ansprechender gestalten kannst.

Mittlerweile nutzt und kennt JEDER die Story Funktion auf Instagram. Und beehrt den Rest seiner Community mit mal mehr mal weniger sinnvollen Beiträgen. Zwischen dieser Flut aus Storys gilt es heraus zu stechen. Doch wie gelingt das am besten? Wenn du die folgenden 10 Tipps und Tricks kennst, kannst du die perfekte Instagram Story gestalten.
Tipp 1 – Struktur:
Follower, die deine Story oft anschauen wissen so irgendwann zu welchen Anlässen du Storys postest. Auch eine gewisse Regelmäßigkeit ist von Vorteil – zum Beispiel nicht eine Woche keine Storys und dann aber 20 pro Tag, sondern ungefähr jeden Tag gleich viel.
Tipp 2 – Storytelling:
Überlege dir wie deine Storys zusammenhängen. Abwechslung ist gut, trotzdem sollten deine Themensprünge nicht zu gross sein. Das kann schnell sehr chaotisch wirken und deine Follower dazu bringen deine Storys zu überspringen. Lässt sich statt dessen ein roter Faden erkennen, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass sie auch die nächste Story sehen wollen. Zu langweilig sollte dein Content aber natürlich auch nicht sein. Versuche eine gute Mischung aus sich wiederholenden Stilen und neuem Content zu erreichen.
Tipp 3 – Spannung:
Dieser Tipp schließt direkt an Tipp 2 an – baue Spannung auf, erwähne etwas, dass deine Follower neugierig macht und löse das erst in einer späteren Story auf. Damit kannst du erreichen, dass deine Follower direkt auf deine Story klicken – wenn sie dies öfter tun erscheint deine Story nämlich immer weiter vorne im Feed – und wird dadurch auch eher angeklickt.
Tipp 4 – Umfang:
Wie oben schon erwähnt: 20 Storys pro Tag sind zu viel des Guten. Wenn die kleinen Balken oben im Bildschirm kaum noch zu zählen sind, hast du es vermutlich etwas übertrieben. Stelle dir am besten einfach vor, du wärst einer deiner Follower: Würdest du wirklich alle Storys anschauen oder wärst du eher demotiviert und würdest zum nächsten User swipen? 4-5 Storys pro Tag im Schnitt sollten genügen.
Tipp 5 – Persönlichkeit:
Deine Follower wollen etwas über dich erfahren – das heißt nicht, dass du deswegen alles über dich preisgeben musst. Allein dadurch, dass du ab und zu ein Video von dir postest (anstatt eines Fotos), erschaffst du ein Gefühl von Nahbarkeit deinen Followern gegenüber. Bleibe dir selbst treu – so wirkst du am authentischsten!
Tipp 6 – Business Account:
Wenn du ein Business Profil hast, bekommst du deutlich mehr Informationen zu deinen Storys: Wie oft wurden sie weiter gewischt, auf Tags geklickt usw. Aus diesen Statistiken kannst du wertvolle Informationen darüber ziehen, welche Inhalte bei deinen Followern gut ankommen und welche weniger. Ausserdem bietet ein Business Account dir weitere Vorteile, zum Beispiel die Möglichkeit Promotions zu schalten.

Tipp 7 – Texte
Viele schauen Storys von unterwegs an und daher oft ohne Ton. Versuche deine Instagram Story so zu gestalten, dass auch ohne Ton klar ist um was es geht. Natürlich kannst du nicht alles was du sagst in Textform in die Story packen, doch wenn du deine Follower neugierig machst, schauen sie sich deine Story vielleicht später nochmal an, um sie dann mit Ton sehen zu können.
Tipp 8 – Nutze Geo-Tags
Verwende dabei am besten nicht zu beliebte Tags, denn die Wahrscheinlichkeit dass deine Story dort gesehen wird ist kleiner. Bei weniger bekannten Tags hast du eine höhere Chance in der Local Story zu erscheinen und dort auch über einen längeren Zeitraum angezeigt zu werden.
Tipp 9 – Einstellungen optimieren
Über die drei Punkte in der unteren rechten Ecke gelangst du zu den Einstellungen deiner Story. Hier kannst du Festlegen ob dir Nachrichten auf deine Stories geschickt werden können bzw. auch von wem.
Tipp 10 – Design Hacks
Gestalte deine Instagram Story optisch ansprechend: GIF’s, Hashtags und Texte bieten dir viele Möglichkeiten dazu. Mit ein paar kleinen Tricks kannst du dich auch hier von der Masse abheben.
Zum Beispiel in dem du Texte mit Schatten versiehst. Das geht ganz einfach, in dem du den gleichen Text zwei mal erstellst und den unteren davon dunkler färbst.
Wenn du auf einen neuen Post aufmerksam machen oder ein Bild zum Teil verdecken willst, gibt es außerdem noch den Trick mit der farbigen Fläche und dem Radiergummi – dazu wählst du den Marker und eine Farbe aus und hältst dann mit deinem Finger für ein paar Sekunden den Bildschirm gedrückt. Anschließend wählst du den Radiergummi aus und legst die Stellen des Bildes, die du zeigen möchtest wieder frei!
Wenn du wissen willst wie du Videos im Hochformat am besten bearbeitest um deine Story noch ansprechender zu gestalten, dann lese dir auch unseren Blogeintrag über die Top 3 Vertical Video Editing Apps durch.

Wie schreibe ich gute Instagram Captions?

Instagram erkennt, wie lange andere User an deinem Post verweilen. Dadurch erfasst der Algorithmus die Relevanz deines Profils. Diese Verweildauer lässt sich durch gute Instagram Captions, also den Text unter deinem Post, positiv beeinflussen. Wir zeigen dir die besten Tipps und Tricks!

Wenn du also einen neuen Post verfasst, überlege dir, um welches Thema es geht und wie du deine Abonnenten ansprechen kannst. Einfach nur deinen Tag zu beschreiben ist auf Dauer etwas zu langweilig und auch tiefsinnige Zitate hauen keinen vom Stuhl. Überlege dir was dich selbst ansprechen würde und welcher Text deine Aufmerksamkeit erregen würde. Bei bezahlten Posts solltest du ausserdem darüber nachdenken, wie du den Interessen des Brands gerecht werden kannst und welches Ziel die Kampagne verfolgt. Trotzdem solltest du dir selbst treu bleiben und auch zu deiner Meinung stehen. Alles andere wirkt auf Dauer nicht authentisch und wird deine Glaubwürdigkeit bei deinen Followern negativ beeinflussen.
Die Instagram Captions sind auch eine gute Möglichkeit einen Austausch zwischen dir und deinen Abonnenten anzuregen. Zum Beispiel kannst du ihnen eine Frage stellen oder ein Thema ansprechen, zu dem deine Follower ihre Meinung äussern können. Dadurch kannst du ganz nebenbei auch mehr über deine Abonennten lernen und herausfinden, was sie interessiert und wie du sie am besten ansprechen kannst.

Ausser der Qualität deiner Captions, gibt es aber auch noch andere Tipps und Tricks:

Tipp 1 – Erwähne das Wichtigste zuerst: Bedenke, dass dein Text nach drei bis vier Zeilen nicht mehr zu sehen ist und deine Follower auf „mehr“ klicken müssen um den gesamten Text zu lesen. Die ersten Zeilen müssen also schon so neugierig machen, dass sie auch den Rest deiner Bildunterschrift lesen wollen. Ansonsten ist die Gefahr gross, dass sie einfach weiter scrollen ohne deinen Text bis zum Ende gelesen zu haben. Auch hier kannst du dir überlegen bei was du selbst auf „mehr“ klicken würdest.
Tipp 2 – Call to Action: Natürlich sollte dieser nicht zu erzwungen klingen. Versuche möglichst natürlich deinem Text eine Frage oder eine Aufforderung hinzu zu fügen.
Tipp 3 – Emojiis: Emojis können deinem Text Persönlichkeit verleihen und deine Aussage unterstreichen. Natürlich muss das aber zu deinem Profil und zu dir passen.