Social Media Trends im September

Was sind die Social Media Trends im September 2022? Wir informieren Dich wie immer an dieser Stelle über die brandaktuellen Trends für den kommenden Monat und fassen die neuesten Entwicklungen in Sachen Social Media in diesem Beitrag für Dich zusammen.

1. Der Einfluss von Influencer:innen auf Verbraucher:innen nimmt immer mehr zu

Dass Influencer:innen uns und unsere Entscheidungen beeinflussen ist nichts Neues. Sie fördern die Entdeckung neuer Produkte  bei ihren Communities und begleiten ihre Follower:innen zum Kauf der Produkte, denn ihre Meinung weckt ein hohes Mass an Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Die aktuelle Studie einer deutschen Kommunikationsberatung bestätigt diesen Eindruck.

Für den Social-Media-Atlas 2022 wurde sich vor allem mit den Entwicklungen von Influencer:innen auf YouTube beschäftigt. Hier sei ein klares Wachstum bei Kaufentscheidungen, die aufgrund Influencer-Empfehlungen gefällt wurden zu erkennen. Dabei liessen sich vor allem die jungen Generationen von Influencer:innen beeinflussen.

Marken, die Influencer:innen nutzen um Botschaften auf Social Media zu verbreiten, sind sich der Aufmerksamkeit der Communities gewiss. Die Chance von der Bekanntheit der Influencer:innen zu profitieren ist gross und darf daher als Teil eines integrierten Kommunikationsmixes kaum fehlen. Dafür sind sind vor allem Plattformen wie z.B. Instagram, TikTok, Pinterest und natürlich auch YouTube besonders geeignet.

.

.

2. Welche TikTok-Ads sind am effektivsten?

TikTok war 2020 die meist heruntergeladene App und und erreichte mit humorvollen, ungeschliffenen und coolen Videos vor allem junge Generationen. TikTok Nutzer:innen sind aktiv und teilen eigene Inhalte. Ganze 83% der TikTok User:innen haben bereits selbst schon ein Video hochgeladen. Hashtags wie #tiktokmademebuyit stehen für die Dynamik der Kurzvideo-Plattform, denn Videos können im Handumdrehen viral gehen und damit schnell neue Trends befeuern und Interesse bei den Nutzer:innen entfachen. So werden Beobachter:innen schnell zu potenziellen Käufer:innen. Neben den organischen Inhalten sind auf der schrillen Plattform allerdings auch Ads zu finden.

Eine neue Studie des Medien- und Informationsunternehmens Magna Global, in Zusammenarbeit mit TikTok, untersuchte verschiedene Anzeigenformate und ihre Wirksamkeit. Der Fokus dieser Studie lag vor allem in der Effizienz von Nativen TikTok-Anzeigen im vergleich zu wiederverwendeten Anzeigen. Native TikTok-Anzeigen sind Anzeigen, die exklusiv für die Plattform erstellt werden. Wiederverwendete TikTok-Anzeigen hingegen, werden für andere Kanäle erstellt und für TikTok wiederverwertet.

TikToks Slogan „Don’t make Ads. Make TikToks“ zielt darauf ab die Werbeinhalte so zu konzipieren, dass sie sich gut in die „For You“-Page (TikToks Startseite) einbetten lassen und die Communities ähnlich aktivieren wie Content ohne Werbehintergrund.

So könnte man meinen, dass Native Anzeigen grössere Erfolge erzielen. Im folgenden Artikel werden allerdings die Vorzüge beider Anzeigeformen herausgestellt. Ist die eine besonders effektiv in der Ansprache neuer Zielgruppen, stärkt die andere die Markenwahrnehmung.

.

.

3. Die Bedeutung von Inklusion und Haltung auf Social Media

Die Generation Z legt bekanntermassen besonders viel Wert auf Authentizität, Vielfältigkeit, Nachhaltigkeit und Haltung. Es wirken Marken besser auf sie, die ähnliche Werte teilen und eine Haltung zu aktuellen Themen einnehmen. Wie die Nutzer:innen von Snapchat zu diesen Themen stehen und wie Marken soziale Bewegungen auf der Plattform bereits unterstützen und mitgestalten, hat Snapchat kürzlich veröffentlicht.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Snapchat-Nutzer:innen zunehmend integrativ und offener für Marken sind, die mit ihrer Weltanschauung und Einstellungen zu wichtigen Themen übereinstimmen. Dies geht einher mit den grundsätzlichen Vorstellungen vieler Zugehöriger dieser Generation.

.

.

.

4. Wird TikTok zur neuen Suchmaschine?

In Grossbritannien nutzen immer mehr Erwachsene TikTok als Nachrichtenquelle. Zu dieser Erkenntnis kam die Aufsichtsbehörde Ofcom nach einer Befragung über Konsumgewohnheiten von Nachrichten. Die Ergebnisse ergaben, dass 7% der britischen Gen X, also der Babyboomer, auf TikTok zurückgreifen, um sich über Neuigkeiten zu informieren. Im Jahr 2020 war es lediglich 1%.

Könnte TikTok aber wirklich zu einem Konkurrenten bei der Websuche und -entdeckung von Produkten und Informationen werden und in das Gebiet von Google vordringen?

Die App bleibt am erfolgreichsten bei jüngeren Zielgruppen, wie den 16- bis 24-Jährigen. Nach Twitter und Facebook folgt hier TikTok mit einem User:innen-Anteil von 27%. An der Spitze dieser Alterskategorie steht die Social-Media-Plattform Instagram. 46% der User:innen nutzen die App des Meta-Konzerns, um Neuigkeiten zu finden.

Googles Senior Vice President Prabhakar Raghavan teilte kürzlich mit, dass der Suchgigant dies in der Tat als Risiko ansieht, und stellte fest: „In unseren Studien haben wir festgestellt, dass fast 40% der jungen Leute, wenn sie nach einem Ort zum Mittagessen suchen, nicht Google Maps oder die Google-Suche benutzen. Sie gehen zu TikTok oder Instagram.“

.

.

5. Social Media wird immer wichtiger für Kunden und Betriebe

Die meisten Menschen haben die regelmässige Social Media Nutzung längst in ihren Alltag integriert. Social Media sind schon lang nicht mehr ästhetische Bilder, Selfies und perfekte Strände, viel mehr zeigen User:innen auch ihre kritische Haltung zu Themen.

Mit über 4.2 Milliarden aktiven Nutzer:innen haben die sozialen Medien die Welt verändert. Was als Plattform für den Austausch von Fotos von Freunden und Familie begann, hat sich zu einem der profitabelsten Marketinginstrumente für Unternehmen entwickelt. Daraus ergeben sich grosse Potenziale für Marken ihre Zielgruppe dort zu erreichen wo sie ihre Zeit verbringen. Die vom Marktforschungsunternehmen Innofact durchgeführte Studie bestätigt, dass sich Social Media aber nicht nur für die Ansprache neuer potenzieller Zielgruppen eignet, sondern auch für das Recruitment, für die interne Kommunikation und auch die Kundenbetreuung.

.

..

.

Titelbild-Credits: Juri Gianfrancesco & Vickholius Nugroho