10 Begriffe des Influencer Marketings, die Sie kennen sollten

10 Begriffe des Influencer Marketings, die Sie kennen sollten

Wenn Sie neu im Bereich Influencer Marketing sind, können die vielen unterschiedlichen Begriffe, Wörter und Terminologien sehr verwirrend sein, die alle zu kennen scheinen ausser Sie. Die Verwirrung wird meist noch dadurch gesteigert, dass Menschen und Unternehmen unter den gleichen Begriffen verschiedene Dinge verstehen. Dies ist im Bereich Influencer Marketing oft der Fall. Dieser Beitrag rüstet Sie mit 10 Begriffen aus, welche Sie kennen sollten, wenn Sie Gespräche im Influencer Marketing führen. 

Das sind die 10 meist benutzten und arbiträren Begriffe des Influencer Marketings:
  1. Influencer: Im Allgemeinen sind Influencer Menschen, die die Entscheidungen, Verhalten und Gedanken von anderen Menschen beeinflussen. Typische Beispiele sind Experten, Content Creator, Prominente, Ärzte, Sie und ich.

  2. Influencer Marketing: Influencer Marketing ist eine Form von Marketing, bei welcher Unternehmen mit Influencern kooperieren um ihre Marken und Produkte zu vermarkten.

  3. Social Media / soziale Medien: Die sozialen Medien sind Internet-basierte Plattformen oder Applikationen, die es Menschen erlauben, Inhalte zu kreieren und zu teilen. Bekannte Beispiele für soziale Netzwerke sind Facebook, Instagram oder Twitter.

  4. Content Creator: Ein Content Creator ist ein Individuum oder eine Gruppe von Individuen, die ihre eigene Zuschauerschaft in den sozialen Medien aufgebaut haben. Der Aufbau der Zuschauerschaft ist durch das Kreieren und Teilen von Inhalten entstanden. Diese Inhalte werden auf ihren Profilen der sozialen Netzwerke geteilt. Typische Beispiele sind Instagram-Posts oder YouTube-Videos. Ein Content Creator ist jemand, der Einfluss auf andere Menschen hat und wird deshalb oft als «(Social Media) Influencer» bezeichnet. Content Creator führen diese Tätigkeit nebenberuflich, hauptberuflich oder auch als Hobby aus.

  5. Engagement: Engagement ist die Summe von Interaktion, die Inhalte in den sozialen Medien generieren. Beispiele sind Views eines YouTube-Videos oder Likes, Kommentare und Shares von einem Instagram-Post.

  6. Reichweite (eng. Reach): Reichweite ist eine Kennzahl, welche Auskunft über die Anzahl potenziell oder effektiv erreichten Zuschauer von Inhalten und Netzwerkprofilen gibt. 

    Bei der Reichweite ist anzumerken, dass es verschiedene engere Definitionen gibt. Zum Beispiel definiert Instagram Reichweite als eine Kennzahl, welche misst, wie viele Personen einen Post auf Instagram sehen. Die Definition und Messung von Reichweite und Häufigkeit ist bei YouTube nochmals anders wie bei Instagram. Es gibt somit nicht nur verschiedene engere Definitionsmöglichkeiten, sondern auch viele Herangehensweisen Reichweite zu messen.

    Wir Menschen beeinflussen uns gegenseitig. Wenn ich in meinen Beiträgen von Reichweite spreche, beziehe ich mich auf die potenzielle Reichweite des Einflusses von Inhalten auf einem Netzwerkprofil. Wenn zum Beispiel Content Creator auf Instagram je 10’000 Follower haben, betragen deren Reichweiten je 10’000 Menschen. Also wird dies an der Anzahl Followers oder Abonnenten, welche Content Creator auf ihren Netzwerkprofilen haben, gemessen (eng: number of followers or subscribers). In anderen Worten, definiere ich Reichweite als die mögliche Reichweite von Menschen, welche Content Creator mit ihren Inhalten beeinflussen können. Die Reichweite misst somit wie viele Menschen ein Netzwerkprofil (d.h. Content Creator) mit seinen Inhalten möglicherweise erreichen und beeinflussen kann.

  7. Engagement rate: Engagement rate ist eine Kennzahl über die Zuschauerinteraktionen und -aktivitäten von Inhalten und Netzwerkprofilen. Ähnlich wie bei der Reichweite, gibt es verschiedene Herangehensweisen die Engagement rate zu messen. Ich messe die Engagement rate als das Verhältnis des Engagements pro Inhalt im Verhältnis zur Reichweite des Netzwerkprofils (d.h. Anzahl Followers oder Abonnenten). 

    Zum Beispiel hat ein Content Creator 10’000 Follower auf seinem / ihrem Instagram-Profil. Für ein Post auf dessen Profil mit 5’000 Likes und 0 Kommentare, beträgt die Engagement Rate 50% ((5’000 + 0) / 10’000). Somit gibt die Engagement rate Auskunft über die Interaktion und Aktivität der Zuschauer mit Inhalten in Proportion zu den Zuschauern, die potentiell erreicht werden können.

  8. Zuschauer: Die Zuschauer sind Menschen, welche Inhalte von Content Creator in den sozialen Medien konsumieren. Sie werden oft als die Community von Content Creator bezeichnet. Es können zwei Konsumstile unterschieden werden:

    • Menschen, die aktiv etwas zu den Inhalten beitragen (z.B. Liken oder Kommentieren eines Instagram-Posts) oder zu einem Profil beitragen (z.B. Abonnieren von einem YouTube-Kanal).

    • Menschen, die passiv Inhalte konsumieren, ohne aktiv etwas zu den Inhalten oder dem Profil beizutragen (z.B. einen Instagram-Post anschauen und darüber nachdenken ohne zu Liken oder Kommentieren).

  9. Organische Inhalte: Organische Inhalte werden von Content Creator kreiert und auf seinen Profilen in den sozialen Netzwerken geteilt. Organische Inhalte sind nicht von Unternehmen gesponsert und werden somit nicht im Auftrag eines Unternehmens kreiert. 

  10. Gesponserte Inhalte: Gesponserte Inhalte können bezahlt oder unbezahlt sein. 

Bezahlte gesponserte Inhalte werden von Content Creator im Auftrag eines Unternehmens kreiert und auf seinen sozialen Netzwerkprofilen geteilt. Gesponserte Posts werden aktiv von Unternehmen bezahlt. 

Unbezahlt gesponserte Inhalte werden von Content Creator kreiert und auf seinen sozialen Netzwerkprofilen geteilt. Diese enthalten Produkt- oder Markenempfehlungen. Unbezahlte gesponserte Inhalte sind im Auftrag eines Unternehmens entstanden, werden allerdings nicht aktiv bezahlt. Die Entlohnung ist nicht finanzieller Natur, sondern meistens in Form von Naturalien oder Erlebnissen (z.B. Brand Trips).

Warum ist der Begriff «Influencer» eine schlechte Berufsbeschreibung? Gründe dafür erfahren Sie in dem nächsten Beitrag.

JANA GROSS

Jana Gross ist Doktorandin an der ETH Zürich und doktoriert im Bereich Social Media und Influencer Marketing. Die Welt der sozialen Medien begeistert sie. Gerne teilt sie ihre Faszination und Wissen rund um aktuelle Themen in Social Media und Influencer Marketing. Im Rahmen unserer gemeinsamen Blog-Serie wird sie hier in den nächsten Wochen regelmässig Beiträge schreiben.

Vertiefen Sie Ihr Wissen über Social Media Marketing und Influencer Marketing mit Picstars und Jana Gross

Vertiefen Sie Ihr Wissen über Social Media und Influencer Marketing mit Picstars und Jana Gross

Wir haben bereits in unserem Blog Artikel hier von unserer Zusammenarbeit mit Jana Gross von der ETH Zürich berichtet. Dabei erläuterte Jana den Schwerpunkt ihrer Influencer Marketing Forschung und zeichnete die Zusammenarbeit mit Picstars auf. Nun starten wir eine Blog Serie mit Jana als Gastautorin. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Artikel von Jana und übergeben ihr hiermit das Wort.

Haben Sie sich je gefragt:
  • Wie kann ich erfolgreiche Content Creator (auch Influencer genannt) für meine Marketingkampagne in den sozialen Medien identifizieren?
  • Wieso liken oder kommentieren Menschen einen Post auf Facebook oder Instagram?
  • Wie kann ich meine Social Media-Marke besser positionieren und mich von anderen Content Creator unterscheiden?

In Zusammenarbeit mit Picstars soll diese Serie von Blog-Beiträgen derartige Fragen beantworten.

Ich bin Doktorandin an der ETH Zürich und erforsche seit einigen Jahren das Phänomen „Influencer Marketing“ in den sozialen Netzwerken. Die sozialen Medien und ihre Phänomene faszinieren mich seit vielen Jahren. Social Media gehört für mich mit zu einem Kernbestandteil der Digitalisierung, da die sozialen Medien die Kommunikation der Menschen fundamental verändert haben. Der Wandel wie Menschen miteinander kommunizieren und die daraus entstehenden Dynamiken stellen heutzutage eine grosse Herausforderung für die Unternehmen dar. Diese Veränderungen zu analysieren und zu optimieren, hat mich angetrieben, in diesem Bereich zu doktorieren. Ich hoffe, mein Wissen und meine Faszination zu diesen Themen mit Ihnen teilen zu können.

In meiner Forschung möchte ich die Dynamiken zwischen Unternehmen, Konsumenten und Content Creator besser verstehen und bestmöglich gestalten. Hierbei verbinde ich Data Science mit Social Media und Influencer Marketing, um das vorhandene Wissen in diesen Bereichen zu erweitern. Mir ist es wichtig, die verschiedenen Sichtweisen von Unternehmen, Konsumenten und Content Creator in meine Forschung miteinfliessen zu lassen. Dabei können verschiedene Forschungsansätze angewendet werden. Meine Forschung soll allen Beteiligten im Bereich Social Media und Influencer Marketing Wissen und Mehrwert liefern.

Gemeinsam mit Picstars untersuchen und beantworten wir relevante Fragen zum Thema Influencer Marketing. Wir wenden verschiedene Forschungsansätze an wie zum Beispiel Umfragen, Experimente und Auswertungen von Felddaten. Ziel ist es, gemeinsam das Wissen von Social Media und insbesondere Influencer Marketing für alle zu erweitern.

Unser Ziel für Sie,
  • …als Unternehmen ist, dass Sie Ihre Social Media Marketing Strategie und Ihr Influencer Marketing umzusetzen und optimieren können.
  • …als Content Creator ist, dass Sie sich mit Ihrer Social Media Marke stärker positionieren und von der Konkurrenz abheben können.

In den kommenden Tagen starten wir mit dem ersten Beitrag zum Thema „10 Begriffe aus dem Influencer Marketing, die Sie kennen sollten“.

JANA GROSS

Jana Gross ist Doktorandin an der ETH Zürich und doktoriert im Bereich Social Media und Influencer Marketing. Die Welt der sozialen Medien begeistert sie. Gerne teilt sie ihre Faszination und Wissen rund um aktuelle Themen in Social Media und Influencer Marketing. Im Rahmen unserer gemeinsamen Blog-Serie wird sie hier in den nächsten Wochen regelmässig Beiträge schreiben.

Wie sicher ist dein Instagram Account?

Wie sicher ist dein Instagram Account?

Hinter dem Aufbau eines professionellen Instagram Accounts steckt viel Arbeit und Leidenschaft. Doch wie sicher ist dein Profil? Eine einfache und effektive Möglichkeit um deinen Account vor Missbrauch zu schützen, ist die Two Factor Authentication. In diesem Beitrag zeigen wir dir wie du dein Profil sicher machst.

Wenn man als User realisiert, dass der eigene Account gehackt wurde, ist es meist schon zu spät. Plötzlich folgt man völlig fremden Profilen oder es erscheinen Bilder, die man nie selber gepostet hat. In einigen Fällen kann man sich gar nicht mehr einloggen und muss den Account sperren lassen. Ein grosser Verlust, den alle Creators so gut wie möglich verhindern möchten. Die effektivste Methode um solche unerwünschten Account-Übergriffe zu verhindern, ist die zweistufige Authentifizierung. Diese kann in einigen einfachen Schritten direkt in der Instagram App vorgenommen werden:

Die Authentifizierung erfolgt jeweils bei der ersten Anmeldung über ein neues Gerät. Damit kann kontrolliert werden, ob es wirklich du bist und kein unbekannter Hacker. Falls du dich für eine Authentifizerungs-App entscheidest, empfehlen wir die Google Authentificator App, welche im iTunes Store und im Google Playstore heruntergeladen werden kann.

Möchtest du deinen Account zu einem echten Tresor machen und die Two Factor Authentication ist dir noch nicht genug? Hier drei weitere Tipps für Account-Security Profis:

Sicheres Passwort wählen: Die Wahl eines guten Passworts macht dein Profil noch sicherer. Wie du ein gutes Passwort wählst, erfährst du hier.
Passwort regelmässig ändern: Behalte dein bestehendes Passwort nur für eine beschränkte Zeit und ändere deinen Zugang regelmässig.
Authorisierte Apps: Unter den Profileinstellung von Instagram kannst du nachschauen, welche Apps Zugang auf deinen Account haben (nur in Desktop Version). Lösche den Zugriff für unseriöse oder nicht benötige Apps.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann könnte dich auch unser Experten-Beitrag zum Thema Fake Follower oder der Artikel über das perfekte Timing von Social Media Posts interessieren.

Creators oder reichweitenstarke Influencer?

Creators oder reichweitenstarke Influencer?

Welche Leistungen der Influencer stehen im Vordergrund? Die Content Creation der Creators oder die vielen Follower und damit die Reichweite eines Posts? Wir haben bei Experten und Influencern & Creators nachgefragt. Nach unserem Beitrag zur Problematik der Fake Follower & Likes und den Meinungen der Experten dazu, ist dies bereits der dritte Artikel zu diesem Thema.
Die Fragen beantwortet haben Jana Gross (ETH), Ben Rüegg (Likeometer), Tanja Herrmann (Webstages), Martina Gratz und Eloy Martinez (tSocial Tamedia), Markus Maurer (Farner) und Sam Veyre (Fotograf) und Karen Fleischmann (Model).

Neben der Reichweite eines Posts ist die Content Creation eine wichtige Leistung der „Influencer”. Wie schätzt du den Stellenwert dieser beiden Leistungen heute und in Zukunft ein?

Markus: “Content Creation ist das Wichtigste. Firmen zahlen für Content plus Reichweite. Idealerweise arbeiten sie tiefgehender mit den Creators zusammen, involvieren sie in neue Produktentwicklungen oder ähnliches. Ich finde wichtig, dass Blogposts nicht unterschätzt werden. Ein Blogpost kann über Jahre Traffic generieren. Ein Instagram Post kann das garantiert nicht.”
Tanja: “Reichweite kann man günstig kaufen. Das Augenmerk sollte meiner Meinung nach deshalb klar auf der Content Creation sein. Influencer sind meist näher an ihren Fans dran, verstehen besser wie etwas auf Social Media präsentiert werden soll, damit es für die Leute relevant ist. Für diese Expertise und Kreativität sollten sie auch bezahlt werden.”
Eloy: “Content Creation und Reichweite haben beide ihre Berechtigung und ihren Preis. Bloss Reichweite ohne Content vermittelt keine Botschaft – hochstehender Content ohne Reichweite ist jedoch verschwendet. Bestenfalls ergänzen sich die beiden Leistungen.”
Karen: “Als nachhaltige Fashion/Beauty Influencerin ist mir Qualität wichtiger als Quantität. Ich poste nicht täglich neue Outfits und Produkte. Meine Message ist #rewear #reduce #redo – Nachhaltigkeit. 3-4 gute authentische Posts in der Woche sind für mich ideal.”

Unsere Einschätzung

Hinter den erfolgreichen Social Media Profilen stehen engagierte und eng mit ihrem Thema und der Zielgruppe verbundene Creators. Deren Arbeit ist ein intensiver Job, der ein hohes Mass an Professionalität fordert. Die Fähigkeit dieser Creators mit Bildern, Videos und Texten eine authentische Geschichte zu erzählen, ist eine wertvolle Quelle der Inspiration und von Inhalten für Brands. Diese sollen und werden immer mehr Kontrolle abgeben und ihre Kunden sowie gut vernetzte Creators (Influencer) für ihre Produkte sprechen lassen. Nichts ist stärker und glaubwürdiger als diese Form der Kommunikation. Trotzdem und gerade weil die FAKE-Problematik die Vertrauenswürdigkeit dieser Kommunikationsform untergräbt, interessiert es uns, wie Instagram dieses Problem in den Griff bekommen wird.

Wie gut wird Instagram das Fake-Problem reduzieren oder ausschliessen können? Was wurde bisher schon erreicht?

Jana: “Instagram überprüft mit Hilfe von maschinellem Lernen sämtliche unauthentische Reichweite und Interaktion, welche gegebenenfalls gelöscht wird.”
Markus: “Instagram ist bereits in Aufräumlaune. Aber, es gibt immer noch sehr viel zu tun. Es ist im ureigenen Interesse von Instagram dieses Problem in den Griff zu kriegen.”
Ben: “Instagram löscht täglich Fake und Bot-Profile, es ist allerdings ein Kampf gegen Windmühlen. Die Bots und Like-Farmen sind sehr kreativ und haben täglich neue Tricks auf Lager, um die Schutzmechanismen von Instagram auszuhebeln.”
Sam: “Als ich von den angekündigten Massnahmen von Instagram gehört habe, hatte ich einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass die Anzahl solcher Profile abnehmen wird. Leider ist dies bis heute aus meiner Sicht nicht der Fall.”
Tanja: “Bei Instagram wird der Erfolg in der Bekämpfung von Fake-Profilen direkten Einfluss auf den (Werbe)Umsatz haben. Kriegen sie das Problem nicht in den Griff, verlieren sie an Glaubwürdigkeit gegenüber (Werbe)Kunden, an Relevanz gegenüber Nutzern und nicht zuletzt an (Unternehmens)Wert gegenüber den Aktionären. Ich glaube deshalb, dass Instagram das Problem sehr ernst nimmt, entsprechende Ressourcen aufbaut und immer besser darin wird Fakes zu erkennen.”
Martina: “Instagram hat bereits einige Schritte unternommen, wie die grossräumige Löschung von Fake-Accounts und die Erstellung eines “Anti-Fake”-Algorithmus. Nichtsdestotrotz wird diese Thematik in meinen Augen auch im 2019 aktuell bleiben, da es einerseits sehr viele Ressourcen seitens Instagram bräuchte, um das Problem zu beseitigen. Andererseits bilden sich auch immer wieder neue Strategien des “Fakens” herausbilden, wie beispielsweise Engagement-Bots.”

Was hältst du von der Fake Follower Analyse von SRF? Welche Methodik wirst oder würdest du anwenden, wenn du eine Fake-Diagnostik entwickeln würdest?

Eloy: “Die SRF-Analyse hat die Branche zum ersten Mal in der breiten Öffentlichkeit kritisch beleuchtet, den Nimbus der Influencer in Frage gestellt. Dass dies nicht bei allen gut ankommt, ist klar. Auf längere Sicht profitiert jedoch die gesamte Branche von einer freien, kritischen und offenen Berichterstattung.“
Sam: “Bei der SRF Fake-Follower-Analyse stechen klar die Profile heraus, welche offensichtlich eine sehr hohe Anzahl falsche Follower im Profil haben, sprich diese auch gekauft haben. Bei den besagten Profilen wurde auch das Gespräch gesucht, welches aber nicht direkt zu einer Aufklärung geführt hat. Die beste Methode für die Analyse eines Profils wäre für mich das direkte sowie ehrliche Gespräch, da auch Tools nicht immer alles genau auswerten. Dieser Weg ist vielleicht nicht der modernste, aber sicherlich sehr aufschlussreich.”
Karen: “Das SRF ist wohl eingeschüchtert von den Influencern. Insta ist ja auch die grösste Konkurrenz für das TV. Das altertümliche TV wird in Zukunft Probleme haben ihre Kunden zu binden. Die Zukunft ist halt einfach Social Media.”
Tanja: “Selbst mit meinem privaten (geschlossenen) Profil habe ich jeden Tag mehrere Anfragen von suspekten Accounts. Da diese Anfragen bei einem öffentlichen Profil nicht erst zugelassen werden müssen, sind diese automatisch Teil der Follower. Die einzige mir bekannte Möglichkeit die Influencer somit haben, ist es jedes einzelne Account ihrer Follower manuell durchzugehen und zu löschen, falls es unseriös wirkt. Bei zehntausenden Followern ist so etwas kaum zumutbar. Mit der Bezeichnung Fake, hat das SRF keinen Raum für eine wirkliche Diskussion gelassen sondern direkt suggeriert, dass es nur durch manipulative Absichten «Fake-Profile» unter die Fans schaffen. Da hätte ich deutlich mehr vom SRF erwartet.”

Markierungen und Ortsangaben

Where are you?

Instagram gibt dir schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit bei deinen Posts zu markieren, welchen Ort sie zeigen bzw. wo sie aufgenommen wurden. Warum diese Funktion nicht zu unterschätzen ist und zu einer besseren Reichweite für deinen Post beitragen kann, erfährst du hier.

Wo die Funktion zu finden ist, dürfte versierten Instagram-Nutzern bereits bekannt sein: Beim Erstellen eines neuen Feed-Posts findet man die Option “Ort hinzufügen” unter dem Feld “Personen markieren”. Auch bei bereits geposteten Bildern lässt sich über die Option “Bearbeiten” der Ort im Nachhinein hinzufügen. Öffnet man das Eingabefeld, werden zunächst Orte vorgeschlagen, die sich in der Nähe des aktuellen Standorts befinden. Selbstverständlich kann man über die manuelle Suche aber auch nach anderen Orten suchen. So kannst du zum Beispiel das Urlaubsfoto mit dem

Das Hinzufügen des Ortes ist wichtig

Laut einer Studie von simplymeasured rufen Posts mit Geotagging knapp 80 Prozent mehr Engagement hervor, als Inhalte ohne Geotagging.
Daher ist es durchaus zu Empfehlen dass du deine Posts regelmässig mit einer Ortsangabe versiehst.
Ansonsten spielt die Option der Ortsangabe vor allem für Accounts aus dem Bereich Travel und Lifestyle eine grosse Rolle, da immer mehr Menschen Instagram nutzen, um sich nach interessanten Ausflugszielen umzusehen. Auch Städte werden gerne über die Standortfunktion “erforscht”, somit hast du mit einem markierten Standort auch gute Chancen von Menschen gesehen zu werden, die deinem Profil (noch) nicht folgen.
Da mittlerweile, gerade in grossen Städten oder an bekannten Standorten, viele Menschen die Funktion nutzen ist es allerdings von Vorteil den Standort etwas konkreter zu benennen – markiere also lieber das Café, in dem du gerade warst, als die ganze Stadt, in der du dich gerade befindest. Ähnlich wie bei oft genutzten Hashtags ist sonst die Gefahr gross, dass du nur so kurz bei den aktuellen Beiträgen angezeigt wirst, dass du kaum gesehen wirst. Bei weniger frequentierten Standorten zeigt Instagram deinen Beitrag dagegen deutlich länger an.

Geotagging von Storys
Auch bei Storys sind Geotaggings hilfreich. Hier kannst du die Wirkung deiner Markierungen sogar über die Insights überprüfen – vorausgesetzt du hast einen Business Account. Wie du diese Insights aufrufen kannst und welche Informationen du hier noch findest, kannst du in diesem Blogeintrag nachlesen.
Wenn du wissen möchtest, wie du deine Storys allgemein ansprechender gestalten kannst, findest du hier mehr Information dazu.

Die beste Zeit zum Posten

Die beste Zeit zum Posten

Um eine nachhaltige Instagram Followerschaft aufzubauen braucht es Content, der deine Follower anspricht – der Engagement schafft. Postest du jedoch nicht zur richtigen Zeit, werden die meisten deiner Follower deine Inhalte gar nicht sehen.

“The best time to post” ist ein beliebtes Blog-Thema. So findet man auch etliche Blog-Artikel und Analysen, die die beste Zeit zum Posten evaluiert haben. Diese Artikel geben gute Indikatoren zum optimalen Posting-Zeitpunkt – beispielsweise am frühen Morgen oder zur Mittagszeit während Arbeitstagen. Es ist leicht nachvollziehbar, dass viele Menschen ihr Smartphone direkt nach dem Aufwachen checken und sich auch über Mittag die neusten Infos aus ihren Social Media Kanälen holen.

Doch sind diese Zeiten auch die besten Posting-Zeiten für deinen Account?

Jeder Account hat sein eigenes Publikum mit Followern, die sich in unterschiedlichen Ländern und somit Zeitzonen bewegen. Deshalb ist es wichtig, dass du deine eigene beste Zeit zum Posten findest. Dies hilft dir dabei, mehr Follower zu erreichen und ein höheres Engagement zu erzielen.
Aktualität hat hinsichtlich des Instagram Algorithmus seit jeher eine Rolle gespielt. Seit dem neuen Algorithmus hat sie nochmals an Relevanz gewonnen. Dies hat Instagram anfangs 2018 bekannt gegeben.
Für dich bedeutet das, dass du deine Posting-Zeit so optimieren musst, dass du zu dem Zeitpunkt postest, wenn die meisten deiner Follower online sind. Der Blog-Post von Later hat dafür eine einfache, einleuchtende Erklärung: “Stell es dir so vor: da Instagram jetzt “neue” Inhalte in den Feeds der Nutzer priorisiert, ist die Chance, dass deine Follower deine Inhalte sehen am grössten, wenn du dann postest, wenn die meisten von ihnen aktiv in der App scrollen”.
Dies ist der Grund, weshalb es so wichtig ist, dass du deine persönliche optimale Posting-Zeit ermittelst. So überlistest du den Instagram Algorithmus um deine Reichweite zu erhöhen und mehr Interaktionen zu erzielen.

Wie findest du deine optimale Posting-Zeit?

Einer der wichtigsten Punkte um die optimale Zeit zu finden, sind die Zeitzonen deiner Follower. Am einfachsten ermittelst du diese über die Instagram Insights. Achtung: du hast nur Zugriff auf die Instagram Insights, wenn du einen Instagram Business Account besitzt. Hier findest du mehr Infos zu den Vorteilen eines Instagram Business Profils.
In den Insights findest du viele hilfreiche Informationen zu deinen Followern: wie sind deine Follower geografisch verteilt, welches Geschlecht haben sie, wie alt sind sie und fast am wichtigsten, wann sind sie auf Instagram aktiv.
Indem du dir die häufigsten Städte bzw. Länder anschaust, findest du heraus, in welchen Zeitzonen sich deine Follower befinden. Zusammen mit den Daten zur Aktivität deiner Follower bestimmst du, wann du in deiner eigenen Zeitzone posten musst, damit du deine Follower erreichst. Am besten und einfachsten ist natürlich, wenn sich du und deine Follower in derselben Zeitzone befinden.

Teste verschiedene Zeiten

Wenn du selbst genauer testen möchtest, welche Zeiten und Wochentage bei deinen Follower am besten funktionieren, findest du hier eine einfach Anleitung, wie du solch einen Test aufbauen kannst.
Wenn du mehr über die Instagram Insights erfahren möchtest, findest du hier einen guten Überblick von allfacebook.de.

Unsere Top 5 der Instagram Trends 2019

Unsere Top 5 der Instagram Trends 2019

Möchtest du im neuen Jahr auf Instagram so richtig Gas geben? Hast du das Ziel noch besseren Content zu produzieren, mehr Follower zu begeistern und deine Reichweite zu erhöhen? Dann solltest du jetzt gut aufpassen! Hier kommen unsere Top 5 der Instagram Trends für 2019.

#1 INSTAGRAM STORIES

Die Relevanz von Stories wird zunehmen. Im vergangenen Jahr waren es bereits 400 Mio. aktive Instagram User, die täglich Stories posten und konsumieren (Statista, 2019). Facebook und die meisten Experten sehen darin erst den Anfang. Laut Facebook-Gründer Mark Zuckerberg werden Stories in Laufe dieses Jahres die Feed-Posts als dominierende Content Form ablösen. Es lohnt sich also vermehrt auf Stories zu setzen und diese fix im Content Plan 2019 einzuplanen! Unsere Tipps zum Erstellen von Instagram Stories findest du hier.

#2 OFFLINE ERLEBNISSE  (REISEN, EVENTS, PARTYS)

Klingt im ersten Moment nicht nach Social Media, ist aber einer der wichtigsten Trends im Influencer Business. Brands setzten bei der Zusammenarbeit mit Influencer immer stärker auf echte Erlebnisse wie Reisen und Events sowie auf besonders fotogene Installationen in Stores. Damit schaffen sie für die Influencer “Instagramable Moments”. Diese einzigartigen Moment teilen die Influencer dann auf Social Media. Das Resultat ist meist hochwertiger Content, von dem Brand und Influencer gleichzeitig profitieren. Ein gutes Beispiel dafür sind die “Pleasure Stores” von Magnum. In den Stores kann jeder seine eigene Eis-Kreation erstellen und mit seiner Community auf Social Media teilen. Direkt im Store gibt es überall inszenierte Instagram Photo Spots inkl. #magnum Tag.

#3 AUTHENZITÄT

Influencer mit einem authentischen Auftritt sind glaubwürdiger und daher attraktiver für Follower wie auch für Brands. Während perfekt inszeniert Selfies und gestellte Bilder immer weniger Aufmerksamkeit bekommen, profitieren Accounts, die Menschlichkeit und teilweise auch Schwächen zeigen. Wir erwarten, dass sich diese Entwicklung im 2019 noch weiter verstärken wird.

#4 DIE MICROS KOMMEN

2019 soll auch das Jahr der Micro- oder Nano-Influencer werden. Ein Blick auf die Entwicklungen in der Influencer Branche zeigt klar, dass Brands vermehrt mit kleineren Influencer (1’000 bis 10’000 Follower) zusammenarbeiten. Micro-Influencer sind sehr authentische Botschafter, die eng mit ihrer Community verbunden sind. Zudem sind sie auch bereit für wenig Geld oder für Produkte einen Post zu machen. Eine Option, welche vor allem für Brands mit kleinerem Budget spannend sein kann.

#5 IGTV / VERTICAL VIDEO

Mit dem Release von Instagram TV letzten Sommer setzt Instagram stark auf Videos im vertikalen Format. Youtube ist dem Trend bereits gefolgt und unterstützt nun auch Hochformat-Videos ohne die schwarzen Balken am Rand. Man kann also davon ausgehen, dass wir im 2019 Videos immer öfter im Hochformat ansehen werden. Natürlich auch in den Stories (siehe #1). Ein idealer Zeitpunkt um dieses neue Format für deinen Content zu nutzen.
Möchtest du noch mehr Prognosen zum Thema “Instagram 2019”? Dann empfehlen wir dir die Artikel von LaterIconosquare oder dem Forbes Magazin.

Wie finde ich die richtigen Hashtags?

Hashtags – Qualität oder Quantität?

Hashtags sind DAS Tool in sozialen Netzwerken, um deine Beiträge für möglichst viele User sichtbar und interessant zu machen. Deswegen neigen manche Nutzer von Instagram und Co. dazu, ihre Posts mit möglichst vielen mehr oder weniger passenden Schlagworten zu versehen. Das kann nervig sein und im schlimmsten Fall vom Algorithmus als Spam eingestuft werden. Deshalb gilt auch bei Hashtags: Lieber Qualität als Quantität.


Hier unsere Tipps für bessere Hashtags:

Tipp 1 – sei kreativ!
Suche nach Hashtags, die etwas mit dir oder deinem Profil zu tun haben und die bisher keiner nutzt. Wenn in Zukunft ein User danach sucht, stösst er automatisch auf dein Profil.

Tipp 2 – vermeide zensierte Hashtags
Damit sind keine offensichtlich anstössigen Begriffe gemeint. Instagram zensiert auch Hashtags, die schlicht und einfach zu oft verwendet werden (zum Beispiel #streetphoto; Stand 19.11.2018), denn bei häufiger Verwendung sind auch mehr Beiträge dabei, die gegen die Richtlinien von Instagram verstossen. Dadurch kommt es zur zeitweisen oder auch längeren Zensur bestimmter Begriffe. Ausprobieren ob ein Hashtag zensiert ist kannst du ganz leicht, in dem du ihn in die Suche eingibst. Erscheint er dort nicht als Vorschlag, ist er wahrscheinlich zensiert.

Tipp 3 – verwende nicht zu viele Hashtags
Zugegeben: hier scheiden sich die Geister und man findet online die verschiedensten Empfehlungen, wie viele Hashtags man verwenden sollte. Im Zweifelsfall gilt aber: weniger ist mehr. Suche dir lieber die richtigen Hashtags als krampfhaft zu versuchen die 30 erlaubten (bzw. von Instagram angezeigten) zu erreichen. Schliesslich möchtest du deine Abonnenten auch nicht mit Posts und tausenden von Hashtags nerven.

Tipp 4 – Spickeln erlaubt!
Schau dir Profile an, die deinem ähnlich sind und analysiere welche Hashtags dort verwendet werden. Am besten orientierst du dich dabei natürlich nicht nur an einem anderen Profil, sondern schaust dir möglichst viele verschiedenen an. So bekommst du einen besseren Überblick was gut ankommt und was weniger. Ausserdem kannst du so erfahren, wie andere Profile mit ihren Abonnenten interagieren, wie sie ihre Instagram Captions verfassen (wenn du wissen willst, was es dabei zu beachten gibt geht es hier zu unserem Blogeintrag) und zum Beispiel auch wie häufig sie posten.

Tipp 5 – nutze Hashtags in deiner Story!
Hashtags haben mittlerweile ihre eigenen Storys. Wenn du also Hashtags in deiner Story verwendest steigt die Chance, dass deine Story auch von neuen potentiellen Followern entdeckt wird. Auch hier empfiehlt es sich auf “kleinere” Hashtags zurück zu greifen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass deine Story in der Story des Hashtags länger zu sehen ist. Möchtest du noch mehr Tipps und Tricks zum Thema Story? Dann geht es hier zu unserem Blogpost.

Forschungsgebiet Influencer Marketing

Influencer Marketing gewinnt auch in der Marketingforschung immer mehr an Bedeutung. Jana Gross, Doktorandin an der ETH Zürich, forscht aktiv im Bereich Social Media und arbeitet dabei eng mit PICSTARS zusammen. In einem persönlichen Gespräch haben wir mit Gross über Influencer Marketing als Forschungsfeld und über die Zusammenarbeit mit PICSTARS gesprochen.

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